Gospodja Ministarka

von Branislav Nusic

Gospodja Ministarka -  © Archiv Theater Akzent

Saison 2019/2020

Infos zur Produktion

Die Vorstellung ist aufgrund des Erlasses des Bundesministeriums zum SARS-CoV-2 Virus leider abgesagt. Die gekauften Karten werden an den jeweiligen Vorverkaufsstellen zurückgenommen. Karten, welche im Theater Akzent sowie im Onlineshop auf www.akzent.at mit Kreditkarte gekauft wurden, werden rückgebucht.
Tageskassa Theater Akzent: 1040 Wien, Argentinierstraße 37, geöffnet Mo-Sa 13.00-18.00 Uhr, Tel: 01/501 65-13306.
Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und verbleiben
mit besten Grüßen
Ihr
Theater Akzent-Team

Nationaltheater Banja Luka

Iza svake Nušićeve replike vreba mali čovek koji silno želi da se vine iznad svoje kakve-takve sredine i da za nju, takva kakva je, postane važan – ma koliko to moglo biti nesvojstveno njegovom vaspitanju, obrazovanju, tradiciji, to jest celokupnom njegovom biću. Gotovo iza svake Nušićeve replike vreba poneki mali čovek koji bi da mu “najzad svane” al’, ako bi moglo, bez njegovog sopstvenog velikog angažovanja i uz malo rođačkih veza, dodvoravanja ili podavanja. Gospođu Popovićku sasvim slučajno zadesi vlast. I koliko silno ne ume da se snađe toliko silno se i trudi. I ona, koja nije ni pokondirena tikva niti kakva zla žena, počinje da se menja od silne želje da bude dostojna vlasti. Na kraju, ona nije preterano vesela prilika. Gospa Živana će teško uspeti da se vrati u svoj stari život, za koji “svet misli” da je malen i pretrpan običnostima. Nušić je pisac za koga vreme radi, on dobija na aktuelnosti. Ono što je pisao pre sto godina, gotovo kao da je preneseno iz naše svakodnevice. Naravno, nije baš mnogo veselo kada shvatite da je to što vi živite danas sve već bivalo ili bilo, ali ako to oblikuje Nušić, onda se tom gorkom shvatanju možete čak i slatko nasmejati. Milica Kralj

Hinter jeder Replik von Nušić lauert der sprichwörtliche kleine Mann, der sich um jeden Preis über sein mittelmäßiges Umfeld erheben und für dieses Umfeld, so wie es eben geschaffen ist, wichtig sein will – so sehr, dass das seiner Erziehung, Bildung und Tradition, seinem ganzen Wesen, also, zuwiderlaufen würde. Hinter fast jeder Replik von Nušić lauert der eine oder andere sprichwörtliche kleine Mann, der sich wünscht, dass auch sein Tag mal kommt, jedoch, wenn möglich, ohne viel Zutun seiner selbst, wohl aber mit etwas familiärer Unterstützung, Anbiederung und Unterwerfung. Frau Popović kommt ganz zufällig an die Macht. Und so sehr sie auch bemüht ist, sich in der neuen Situation zurechtzufinden, schafft sie es nicht. Und sie, die weder ein Emporkömmling, noch eine böse Frau ist, fängt an, sich zu verändern, von dem großen Wunsch getragen, der Macht würdig zu sein. Am Ende ist sie keine beneidenswerte Erscheinung. Frau Živana wird es dann schwer haben, zu ihrem alten Leben zurückzufinden, von dem „die Welt“ glaubt, dass es klein und voll von ganz gewöhnlichen Sachen ist.

Branislav Nušić ist ein Schriftsteller, für welchen die Zeit arbeitet, er gewinnt an Aktualität. Das, was er vor hundert Jahren geschrieben und beschrieben hat, könnte nahezu aus unserer heutigen Wirklichkeit vorweggenommen sein. Natürlich ist es nicht immer lustig, wenn man begreift, dass es das, was wir heute leben und erleben, schon einmal, mehr oder weniger, gegeben hat, wenn das, aber, aus der Feder eines Nušić kommt, so wird das einem sicherlich auch ein Lächeln entlocken.

in serbischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Bilder

  • Gospodja Ministarka -   © Archiv Theater Akzent

zurück zur Übersicht »

Seite drucken