Vojčeku
von Georg Büchner

Infos zur Produktion
Eines der bedeutendsten Werke der Weltliteratur, Woyzeck von Georg Büchner, kommt in einer kraftvollen, zeitgenössischen Inszenierung unter der Regie von Zana Hoxha auf die Bühne des Theater Akzent. Es ist der erste internationale Auftritt des Theaters „Hadi Shehu“ aus Gjakova in Wien.
Die Vorstellung entsteht in Kooperation mit Artpolis – Art and Community Center und wird in Partnerschaft mit Ermal Vejsa, Mitbegründer der Organisation KÂ, organisiert. Das Projekt vereint Künstler:innen und Institutionen, die sich einem sozial engagierten Theater und dem internationalen Kulturaustausch verschrieben haben.
Die Handlung ist in Berlin im Jahr 1981 verortet: In einer von Armut, Demütigung und sozialer Ungerechtigkeit geprägten Realität kämpft Franz Woyzeck (gespielt von Bujar Ahmeti) darum, seine Partnerin Marie (verkörpert von Vlora Dervishi) und das gemeinsame Kind zu ernähren. Aus finanzieller Verzweiflung unterwirft er sich entwürdigender Arbeit und gefährlichen medizinischen Experimenten – bis er an der Grenze zwischen Realität und Wahnsinn zerbricht. Die Themen des Stücks – Armut, Trauma und gesellschaftliche Ungleichheit – finden einen starken Widerhall in der Nachkriegsrealität des Kosovos, wo viele Menschen weiterhin mit den Folgen von Krieg, Armut und sozialer Instabilität leben. Woyzecks Kampf wird so zu einem Sinnbild für den psychischen Druck, dem Individuen in Gesellschaften ausgesetzt sind, die sich noch immer im Prozess der Heilung und Neuorientierung befinden. Mit live gespielter, rockinspirierter Musik von Kreshnik Koshi und einem eindrucksvollen Ensemble – darunter Edi Kastrati, Arbies Komoni, Aurita Agushi, Altina Kusari und Eden Kastrati – strebt die Inszenierung nach einer tiefgehenden emotionalen Auseinandersetzung und jener Katharsis, die das Theater seit jeher anstrebt. Unter der Regie von Zana Hoxha wird Woyzeck nicht nur zur tragischen Geschichte eines Einzelnen, sondern zu einem kraftvollen Spiegelbild von Gesellschaften, die mit den Nachwirkungen von Gewalt, sozialer Ungerechtigkeit und Identitätskonflikten ringen.
Die Präsentation in Wien trägt dabei besondere Bedeutung: Sie ist ein wichtiger Schritt, um das zeitgenössische Theater des Kosovos auf europäische Bühnen zu bringen, den interkulturellen Dialog zu stärken und die vielfältigen künstlerischen Stimmen eines Landes hörbar zu machen, das noch immer von Krieg, Wandel und fortdauernder gesellschaftlicher Transformation geprägt ist.
in albanischer Sprache mit englischen Übertiteln
Karten unter: contact@kagrup.at
Vorstellungen
| Termin | Spielstätte/Ort/Vermerk | Kartenpreise | Tickets |
|---|---|---|---|
| 27. April 19:00 Uhr | Theater Akzent |

