Joseph Lorenz liest

Eine blassblaue Frauenschrift von Franz Werfel

Unbekannter Arthur S -  © Archiv Theater Akzent

Ach, sie sind mir so bekannt ...

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Österreich, 1936. Franz Werfel beschreibt in seiner Novelle „Eine blassblaue Frauenhandschrift“ einen Tag im Leben des 50-jährigen Leonidas Tachezy. Er ist als Sektionschef im Unterrichtsministerium Teil der politischen Elite des Landes und führt, durch die Heirat mit einer Millionenerbin, ein unbeschwertes Leben. Eines Tages bekommt er einen Brief von seiner Jugendliebe Vera – einer Jüdin – mit der er vor knapp 18 Jahren eine Affäre hatte. Sie bittet ihn, einem 17-jährigen Buben, der in Deutschland „aus den allgemein bekannten Gründen“ seine Ausbildung nicht weiterführen darf, in einer guten Wiener Schule unterzubringen. Leonidas liest zwischen den Zeilen, dass es sich bei dem Schüler wohl um seinen unehelichen Sohn handeln könnte. Durch die Vermutung, selbst einen halbjüdischen Sohn zu haben, spürt er den aufkeimenden Antisemitismus und sieht sein eigenes Glück ins Wanken kommen.

Franz Werfel (geb. 1980) war ein österreichischer Schriftsteller jüdisch-deutschböhmischer Herkunft. Er emigrierte noch vor 1938 aus Österreich. Im Exil schrieb er u.a. die Novelle „Eine blassblaue Frauenhandschrift“, die 1941 in den USA erschienen ist.

Joseph Lorenz ist nach vielen ausverkauften Vorstellungen im Studio im Akzent erstmals im Theater Akzent zu sehen.
Nach seiner Ausbildung am Mozarteum in Salzburg führten ihn seine Engagements quer durch die großen Theater im deutschsprachigen Raum. Mitte der 90er Jahre kehrte er als Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters nach Österreich zurück. Zahlreiche Engagements auf den großen Landesbühnen folgten. 2015 wurde ihm der österreichische Berufstitel Kammerschauspieler verliehen.

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