Joseph Lorenz liest

Spiel im Morgengrauen

Spiel im Morgengrauen - Joseph Lorenz © Archiv Theater Akzent

Studio im Akzent

Infos zur Produktion

von Arthur Schnitzler

Lustvoll verzweifelt bemüht sich der Offizier Wilhelm Kasda in Arthur Schnitzlers Meisternovelle „Spiel im Morgengrauen“ dem Freund Bogner das aus der Kasse entwendete Geld am Spieltisch zu gewinnen. Durch alle Katarakte der Leidenschaft lässt Schnitzler seinen Protagonisten stürzen und zieht dabei den Hörer mit in seine psychologisch feine Studie. Eros und Thanatos, ein Grundthema in Arthur Schnitzlers Werk, treten auch hier einander in wechselnden Masken gegenüber. Neben der zerstörerischen Macht des Geldes setzt Schnitzler der zerstörerischen Faszination des Spiels ein eindrucksvolles Denkmal. Am Ende, nach einer überraschenden Wendung, gibt Schnitzler, Dank des diagnostischen Blicks des Arztes, der nicht bewertet, sondern erkennt und benennt, Einblick in den Abgrund Mensch; man fühlt die 48 Stunden der Novelle wie ein Leben.
 

Bilder

  • Spiel im Morgengrauen -  Joseph Lorenz © Archiv Theater Akzent

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